Varianten des Schnarchens

Harmloses Schnarchen:

Entsteht durch die oben erklärte Vibration von Gaumensegel und/oder Zungengrund. Ist an sich nicht weiter gefährlich, es sei denn der Schlafpartner ist allzu genervt!

Schlafapnoe-Syndrom:

Ein völliger Verschluss der oberen Atemwege. Im Schlaf sinken die Halsweichteile wegen der nachlassenden Muskelspannung zurück, verschliessen die oberen Atemwege und es kommt zu Atempausen (Apnoen), die bis zu 600 mal pro Nacht auftreten und bis zu zwei Minuten andauern können. 
Dieses Geschehen wird vom Betroffenen selbst nicht bemerkt. Da während der Apnoen die Sauerstoffkonzentration im Blut abfällt und das Gehirn zu wenig Sauerstoff erhält, leitet es eine unterbewusste Weckreaktion (Arousal) ein. Ohne das volle Bewusstsein zu erreichen, sinkt der Schlafende anschließend in die nächste Tiefschlafphase und der Kreislauf beginnt von neuem. Dies führt dazu, dass der Betroffene nicht erholsam schläft und am Tage, in monotonen Situationen, einzunicken droht.

Das kann, z.B. beim Führen von Maschinen, lebensbedrohlich werden. Auch die medizinischen Folgen der unbehandelten Schlafapnoe sind gravierend: 

  • Bluthochdruck, Herzrythmusstörungen, erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • Erhöhtes Schlaganfallrisiko
  • Depression und Lustlosigkeit
  • Gestörte Sexualität

Ab einem Apnoe-Index von 20 (= 20 Atemaussetzer pro Stunde) sinkt die Lebenserwartung unbehandelter Patienten ab dem 50. Lebensjahr auf die Hälfte (Medizin Lexikon Nordhessen).

Wer also laut schnarcht und sich morgens unausgeschlafen fühlt, sollte eine Diagnose, z.B. von unserem Kooperationspartner Dr. Claus Unkel, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde einholen. Dies ist durch eine ambulante nächtliche Schlafaufzeichnung leicht möglich.

Lesen Sie hier bitte weiter, welche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.